|
Medina Azahara
Die Palaststadt existiert heute zwar nur noch in Ruinen, aber selbst diese lassen die Pracht und den Prunk, den diese Stadt keine zehn Kilometer westlich von Córdoba einstmals hatte, erkennen.
Ab 936 ließ Abd al-Rahman III. diese Stadt errichten, 10.000 Arbeiter schufen in den folgenden 25 Jahren Paläste, Wohnhäuser, Gärten und eine Moschee. In Anlehnung an die Neigung des Berghangs wurde die Stadt terrassenförmig auf drei großen Stufen angelegt. Der Grundriss ist fast rechteckig, die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 110 Hektar.
Aus Chroniken geht die außergewöhnliche Pracht der gewaltigen Anlage hervor: Es wird berichtet, dass der Goldene Salon und der Thronsaal mit Bögen aus Elfenbein und Ebenholz, mit Marmor, Gold und Edelsteinen verziert waren.
Die Blüte dieser Stadt, in der überwiegend ausländische Staatsgäste empfangen wurden, währte nur kurz. Nach 74 Jahren wurde die Palaststadt von Berbern eingenommen und geplündert. Sie verfiel und geriet in Vergessenheit. 1910 entdeckten Archäologen Medina Azahara und begannen, die Ruinen freizulegen. Bereits 1923 stellte man die noch vorhandenen Reste unter Denkmalschutz.
Noch heute sind Teile von Malereien, Sockeln und Säulen erhalten. Zwei Salons wurden in den 1990-er Jahren restauriert.
|
|
|
Adresse
|
Carretera de Palma del Rio, km 8 14071 Córdoba
|
|
Öffnungszeiten
|
Dienstag bis Sonnabend: 10 - 20.30 Uhr Sonn- und Feiertage: 10 - 14 Uhr Montags geschlossen im Winter kürzere Öffnungszeiten möglich
|
|
Eintritt
|
EU-Bürger kostenlos, sonst 1,50 EUR
|
|
Anfahrt
|
Von Córdoba westwärts über die N-431, bei km 5,5 rechts abbiegen.
|
|
|
|