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Cañete de las Torres

Der kleine Ort Cañete de las Torres gehört zu dem Landkreis Alto Guadalquivir. Er befindet sich inmitten einer ländlich geprägten und beschaulichen Region etwa 50 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Córdoba.

Umgeben von endlos scheinenden Olivenhainen, Weizen- und Sonnenblumenfeldern, bildet die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle des Ortes. Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten ist der so genannte Huerto Francés, ein landestypischer Ortsteil mit schmalen Gassen und kleinen Plätze, die ihm seinen besonderen Charakter verleihen.

So verwundert es auch nicht, wenn vor allem in den Frühlingsmonaten Besucher von nah und fern kommen, um den farbenfrohen Kontrast der zahlreichen Blumen und Grünpflanzen zu den schlicht anmutenden weiß getünchten Hauswänden zu bestaunen. Für diesen typisch andalusischen Charme erhielt dieses lebendige Kleinod bereits zahlreiche Preise und Anerkennungen.

Geschichte
Die Geschichte dieses kleinen Ortes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. Dies belegen Funde, die die erste menschliche Besiedelung im Ortsgebiet nachweisen. Ebenfalls bedeutsame Entdeckungen aus der Bronzezeit wurden in der Ausgrabungsstätte La Haza de la Virgen und anderen Fundstellen gemacht.

Der iberischen Zivilisation wird eine befestigte Anlage, die als Cortijo Real bekannt ist, zugeschrieben, sowie zahlreiche steinerne Tierfiguren, Münzen und Keramikerzeugnisse.

Nach der Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die Römer erlangte Cañete de las Torres an Bedeutung, da Julius Caesar hier die Schlacht von Munda vorbereitete. Diese Schlacht brachte den entscheidenden Sieg gegen die konservativen Republikaner und erlaubte es Caesar, nach Rom zurückkehren und ungestört als Diktator regieren.

Unter diesem Aspekt verwundert es nicht, dass verschiedene Theorien die Ansicht vertreten, dass Cañete de las Torres im Jahr 45 v. Chr. von Caesar gegründet wurde. Auch wenn hierfür kein Nachweis existiert, so steht fest, dass aus Römischer Epoche zahlreiche Spuren existieren, die sich hauptsächlich in La Haza de la Virgen, dem Callejón de los Moros und dem Cortijo El Alamillo konzentrieren. Aber auch an anderen Stellen hat man Reste von Bauwerken, Bleileitungen, Grabstellen, Münzen, Mühlen, landwirtschaftliche Gegenstände und Keramikerzeugnisse gefunden.

Von der Anwesenheit der Westgoten im Ort geben Ziegelsteine mit Rosettenreliefs sowie Inschriften an den Rändern Zeugnis.

Die mittelalterliche Burg wurde zu Zeiten des Kalifats von Córdoba errichtet, obwohl der Bergfried, wie wir ihn heute sehen, das Ergebnis umgreifender Umbauten ist, die im 14. Jahrhundert vorgenommen wurden. Wegen seiner Grenzlage wurde der Ort mehrfach erobert um dann wieder rückerobert zu werden, bis er im Jahr 1236/37 endgültig durch christliche Truppen unter der Führung von Ferdinand III. eingenommen wurde.

Anschließend übergab die Krone den Ort zunächst an das Geschlecht der Fernández de Córdoba. In den nachfolgenden Jahrhunderten hatte der Ort verschiedene Besitzer, bis er schließlich in die Hände der Herzöge von Medinaceli kam, die ihn bis in 19. Jahrhundert in Besitz hatten.

Sehenswürdigkeiten
Burg und Bergfried
Dem Rathaus von Cañete de las Torres gegenüber erhebt sich ein imposanter Turm, der seinerzeit als Bergfried die wuchtigen Mauern der Burg überragte, die auf Geheiß Alfonso Fernández de Córdoba in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet worden war. Von jener Festung ist der Bergfried praktisch der einzige Zeitzeuge.

Gegenwärtig beherbergt der Bergfried das städtische Ethnografische Museum, in dem Mobiliar, Musikinstrumente, alte Fotografien und andere Gegenstände ausgestellt sind, die auf anschauliche Weise greifbar machen, wie das Leben in Cañete de las Torres in vergangenen Zeiten war.

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
8.00 Uhr – 15.00 Uhr
Vorherige telefonische Anmeldung unter folgender Telefonnummer (+34) 957 – 18 30 00

Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción (Auferstehungskirche)
Die Gründung der dreischiffigen Kirche reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, obwohl ihr heutiges Aussehen das Resultat von Umbauten aus dem 15. Jahrhundert ist.

Erwähnenswert sei, dass die Kirche so errichtet wurde, dass, entsprechend dem Julianischen Kalender, am Tag der Unbefleckten Empfängnis (8. Dezember) Kirche und Sonne eine Linie bilden.

La Tercia
Eines der emblematischsten Bauwerke des Ortes ist La Tercia. Hierbei handelt es sich um einen großen Backsteinbau aus dem 18. Jahrhundert, der sich unweit der Auferstehungskirche befindet. Ursprünglich diente das Gebäude dazu, den Kirchenzehnt sowie weitere der Krone zufließende Abgaben aufzubewahren. In späterer Zeit war es dann städtischer Kornspeicher und zu Zeiten des Spanischen Bürgerkrieges eine Zufluchtstätte für die hiesige Bevölkerung.

Gegenwärtig befindet sich das Gebäude in Privatbesitz, weswegen eine Besichtigung nur von außen möglich ist.

El Huerto Francés
Schmale Gassen und kleine Plätze sind kennzeichnend für den so genannten Huerto Francés, einen typischen Ortsteil, dessen Besuch sich zu jeder Jahreszeit lohnt.

Sollten Sie während der Frühlingsmonate die Region bereisen, sollten Sie unbedingt einen Zwischenstopp einlegen, um den harmonischen Kontrast der unzähligen Blumen und Pflanzen zu den weiß gekalkten Wänden der schlichten Behausungen zu erleben. Wegen seinem besonderen Charme hat dieses lebendige Kleinod zahlreiche Preise und Anerkennungen erfahren.

Kapelle von Jesús Nazareno
Wie ein altes Schriftstück aus dem 19. Jahrhundert enthüllt, war das schlichte Bauwerk ursprünglich unter der Bezeichnung Ermita de Nuestra Señora de la Concepción bekannt. Mit Ausnahme des steinernen Eingangsportals ist das gesamte Gebäude aus verputztem Natursteinmauerwerk. Im Innenraum der einschiffigen Kapelle ist die hölzerne Deckenvertäfelung im Mudejarstil sehenswert.

Kapelle der Virgen del Campo
Als Schutzheilige des Ortes genieβt die Santísima Virgen del Campo bei der einheimischen Bevölkerung große Verehrung. Jedes Jahr am 8. September findet eine farbenfrohe Wallfahrt statt, bei der die Jungfrau von der Pfarrkirche zur ihrer Kapelle gebracht wird, wo ihre Ankunft von Hunderten von Gläubigen aufgeregt erwartet wird.

Die Ursprünge der kleinen Kapelle reichen bis ins 13. oder 14. Jahrhundert zurück. Ihr heutiges Aussehen datiert dagegen aus dem 16. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist die barocke Kuppel mit ihren reichen Gipsverzierungen.

Treppe zum Himmel
Dieses einzigartige Monument befindet sich auf dem städtischen Friedhof von Cañete de las Torres und ist gerade bei Fotografen eine beliebte Attraktion.

Sein Besuch ist gerade an wolkenverhangenen und regnerischen Tagen sowie beim Sonnenuntergang besonders beeindruckend. Da der Friedhof außerhalb der Ortschaft liegt, ist die Anfahrt mit dem Auto empfehlenswert.

Volksfeste und Traditionen
Dreikönigsumzug (5. Januar)
Mariä Lichtmess (2. Februar)
Andalusientag (28. Februar)
Karwoche (25. März – 1. April)
Wettbewerb um das schönste Maikreuz
Die erste Auflage des Festival Calles en Flor (3. – 6. Mai).
San Isidro (Wochenende um den 15. Mai)
Fronleichnam (60 Tage nach Ostersonntag)
Musikfestival Cañeteando (letztes Juniwochenende) Mehr Information
Feria Real de San Miguel (Jahrmarkt)
Lebende Weihnachtskrippe (Darstellung der Geburt Jesus Christus auf dem Hauptplatz des Ortes und unter Mitwirkung von mehr als 100 Einwohnern.)

Kontakt
Gemeindeverwaltung Cañete de las Torres
Plaza de España 1
14660 Cañete de las Torres (Córdoba)
Tel.: (+34) 957 – 18 30 00
Email: aytocanete@telefonica.net
Web: www.aytocanetedelastorres.es

 

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